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Gedichte durch das Jahr

 

bulletFrühlingserwachenbullet

bulletFrühlingsgrußbullet

bulletKletterrosebullet

bulletReich ist, wer an die Liebe glaubtbullet

bulletBaum im Herbstbullet

bulletHerbstgedankenbullet

bulletRegentag am Meerbullet

bulletDezembertag am Meerbullet

bulletJahreswechselbullet

bulletZum neuen Jahrbullet

 


 

Frühlingserwachen

Wenn überall Natur im Werden
aus aufgesparten Samen bricht,
die sich, gebettet in den Erden,
nun öffnen auf dem Weg ans Licht;

wenn strahlend auf den Sonnenhängen
in Gold Adonisröschen blühn
und Veilchen sich in Kissen drängen,
gesäumt vom ersten satten Grün;

wenn in den aufgewachten Wiesen
verschwenderisch der Löwenzahn
und Gänseblümchen munter sprießen,
sich wendend nach der Sonne Bahn;

wenn Pollen durch die Lüfte schweben
den Blütenbäumen leicht entflohn,
die Himmel sich nach oben heben
in lang ersehnter Dimension;

dann ist dies Werden und Beginnen
voll wunderbarer Energien.
So spür auch du in dir tief drinnen
den Aufbruch. Zag nicht - wage ihn!

 


 

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Frühlingsgruß

Der Frühlingswind geht schwanger
mit vielerlei Gerüchen.
Er trägt drei leichte Kleider
mit weiten Faltenbrüchen.

Das eine lichtdurchflutet,
gewirkt aus Sonnenstrahlen,
die tausend goldne Kringel
auf das Gewebe malen.

Das zweite silberglänzend
vom Tau der Morgenstunden,
viel hundert Wasserperlen
sind zart hineingewunden.

Das dritte legt sich schmeichelnd
und warm auf deine Poren,
die sich gefällig weiten.
Du fühlst dich neugeboren.

Der Frühlingswind geht schwanger,
das Haar besteckt mit Samen,
die alle aufgehoben
aus einer Vorzeit kamen.

Die Böden sind bereitet,
die Schollen aufgebrochen.
Was just der Frühling zeuget,
dem Herzen ist’s versprochen.

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Kletterrose

Tief verwurzelt in der Erde
strebt sie auf an dem Spalier,
dass ein Rosenbogen werde
als des Gartens schönste Zier.

Fest gerahmt von grünem Kelche
jede Blüte – ein Gedicht.
Unvergleichlich. Aber welche
wüsst’ um ihre Schönheit nicht.

Tret ich ein durch diese Pforte,
werden alle Sinne wach,
braucht die Freude keine Worte
unter diesem Rosendach.

Stetes Werden – formvollendet!
Duftend, samtig, zart und dicht
Blütenblätter hingewendet,
zugetan dem Sonnenlicht.

Sprühen tiefes Wohlbehagen
einen Sommer lang dahin,
hier, wo ich an vielen Tagen
einig mit mir selber bin.

Doch es kommt für sie die Stunde,
wo sie leergeschenkt vergehn,
lösend sich von ihrem Grunde
und im Windeshauch verwehn.

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Reich ist,
wer an die Liebe glaubt

Gold und Silber, Edelsteine
habe ich verloren,
doch ich habe als Ersatz
dich dafür erkoren.

Bist mir mehr als alles Geld
dieser Erde wert.
Hast kein Auto, hast kein Haus.
Ach, was mich das schert!

Jeder neue Tag mit dir
macht, dass ich mich freu.
Wanderst mit mir durch das Tal,
schläfst mit mir im Heu.

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Baum im Herbst

Goldgelb, orange, braun, beige und rot –
so färbt der Herbst das Laub
bevor es fällt, verwelkt und tot
zu Erde wird und Staub.

Die Sonne setzt sich ins Geäst,
das sich voll Anmut zeigt,
die Lebensadern ruhen lässt,
in sich gekehrt und schweigt.

So steht der Baum - tagaus, tagein,
trotzt Regen, Sturm und Wind,
büßt nichts von seiner Schönheit ein,
wie auch die Tage sind.

Ein stolzes Bild Erhabenheit,
vollkommen ganz und gar.
Ach hätte ich wie er die Zeit –
zu ruhn ein halbes Jahr.

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Herbstgedanken

Sieh durch den
Nebel hindurch
die Bilder in vielerlei Grau
Das schärft den Blick

Geh den Weg
durch die Bäume
erhobenen Hauptes
und staune

Hör auf das Lied
der Blätter und
auf ihr Schweigen
Es beruhigt

Gib den anderen ab
von deiner Ruhe
und Unruhe
Beides ist nötig

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Regentag am Meer

Die See zeigt tiefes Dunkelgrün,
gemischt mit Silbergrau.
Wenn dunkle, schwere Wolken ziehn,
dann fehlt dem Meer das Blau.

Die nasse Kälte hat den Strand
fast menschenleer gefegt.
Ich laufe durch den feuchten Sand,
der Raureifspuren trägt.

Die Wellen heben wilde Gischt
und krönen sich mit Schaum.
Sie rollen, bis das Weiß erlischt
ganz vorn am Ufersaum.

Versonnen sing ich vor mich hin.
Mein Lied entführt der Wind,
dort, wo seit Tages Anbeginn
die wilden Schwäne sind.

Im Gleichmaß tost der Wellenschlag.
Mich hält kein Wetter auf.
Ich nehme diesen Regentag
als ein Geschenk in Kauf.

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Dezembertag am Meer

Wenn kalter Sturm den Himmel fegt
und Eiskristall auf Pfützen legt,
die Flockenwirbel munter treibt,
sein Zeichen in den Sandstrand schreibt,
vor meinem Fenster johlend pfeift,
das flache Dach noch flacher schleift,
wenn Wellen dumpf ans Ufer rollen
und Möwen nicht mehr schreien wollen,
wenn Mensch und Tier erstarr'n im Schweigen
und Bäume sich zur Erde neigen,
sitz ich in meinem Zimmer und frier
und hab Sehnsucht nach dir.

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Jahreswechsel

Vom nahen Turm die Glocke tönt,
sie jagt das alte Jahr
und hängt mir ihren warmen Klang
ins nebelfeuchte Haar. 

Vom nahen Turm die Glocke tönt.
Ich halte ein im Schritt
und denk an das, was ich gewann
und das, worum ich litt.

Vom nahen Turm die Glocke tönt,
zerteilt die Mitternacht.
Was möglich war in diesem Jahr,
das hab ich eingebracht.

Vom nahen Turm die Glocke tönt,
es klingt sehr feierlich.
Wenn du jetzt eine Stunde find’st,
so heb sie auf für mich!

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Zum neuen Jahr

Nicht alles war beeinflussbar
bis hin zur Jahresfrist.
Mach Inventur! Und mach dir klar,
wonach man dich bemisst.

Ein kleines Steinchen schnell verblasst!
Doch fügst du Stein an Stein,
bis du ein Mosaikbild hast,
voll Leuchtkraft wird es sein.

Schau aus dem Fenster in den Tag!
Sei stets voll Zuversicht.
Gewinne, schaffe, prüf und frag.
Trag Sonne im Gesicht! 

Lass dich nicht jagen von der Zeit!
Kehr ein, wo Friede wohnt.
Und schenk dich leer mit Herzlichkeit,
dann wirst du reich belohnt.

Du hast schon für das neue Jahr
den Wechsel eingelöst.
Mach alle deine Träume wahr,
bis du an Grenzen stößt!

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Auf die Texte dieser Seite habe ich, Karin Heinrich,  das uneingeschränkte Copyright!
 Die Gedichte sind also urheberrechtlich geschützt.
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